Samstag | 30. Januar 2027 | 18:00 Uhr
Rhein-Mosel-Halle – Rheinsaal
BERLAGE SAXOPHONE QUARTET und VIOLINE
Lars Niederstraßer · Sopransaxophon
Peter Vigh · Altsaxophon
Juani Palop Tecles · Tenorsaxophon
Eva van Grinsven · Baritonsaxophon
Noa Wildschut · Violine
© Sarah Wijzenbeek
© Maaike Eijkman
Berlage Saxophone Quartet & Noa Wildschut
Wenn sich die warme Klangfülle eines Saxophonquartetts mit der Ausdruckskraft einer herausragenden Violine verbindet, entsteht ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Das Berlage Saxophone Quartet und die vielfach ausgezeichnete Geigerin Noa Wildschut vereinen ihre musikalischen Stimmen zu einem faszinierenden Dialog voller Farbenreichtum, Tiefe und emotionaler Intensität.
Das Berlage Saxophone Quartet wurde 2008 in Amsterdam gegründet und hat sich seither als eines der innovativsten Ensembles seines Fachs etabliert. Die vier Musiker verstehen das Saxophonquartett als außergewöhnliches Medium, das klassische Musik mit eindringlicher Ausdruckskraft und großer erzählerischer Wirkung vermittelt.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit steht die Überzeugung, dass Musik – von der Renaissance bis in die Gegenwart – universelle Themen und menschliche Erfahrungen auf einzigartige Weise erlebbar macht. In ihren Konzerten verbinden sie musikalische Exzellenz mit kreativen Präsentationsformen und schaffen eindrucksvolle Programme, die über Genre- und Disziplingrenzen hinausreichen.
Zu den künstlerischen Partnern des Ensembles zählen der Schriftsteller Jan Brokken, die Theatergruppe Via Berlin, der Lichtkünstler Jurjen Alkema sowie der Filmregisseur Sander Burger.
Zahlreiche Auszeichnungen dokumentieren den außergewöhnlichen künstlerischen Erfolg des Ensembles.
Mit seiner künstlerischen Leidenschaft, seinem innovativen Geist und seiner außergewöhnlichen Klangkultur begeistert das Berlage Saxophone Quartet sein Publikum weit über die Grenzen der Niederlande hinaus und zählt heute zu den führenden Ensembles seiner Art in Europa.
An seiner Seite musiziert Noa Wildschut, eine der herausragenden Geigerinnen ihrer Generation. Obwohl erst 24 Jahre alt, hat sie sich bereits auf den großen internationalen Konzertpodien etabliert und begeistert Publikum wie Fachwelt gleichermaßen mit ihrer außergewöhnlichen Musikalität, technischen Brillanz und ausdrucksstarken Bühnenpräsenz.
Noa Wildschut ist eine gefragte Solistin und Kammermusikerin, die regelmäßig mit führenden Orchestern und renommierten Festivals in Europa, Nord- und Südamerika zusammenarbeitet. Zu ihren musikalischen Partnern zählen Künstlerpersönlichkeiten wie Janine Jansen, Anne-Sophie Mutter, Igor Levit u. a.
Im Jahr 2023 übernahm Noa Wildschut die künstlerische Leitung des Festspielfrühlings Rügen im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und stellte damit eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit als Musikerin und Gestalterin außergewöhnlicher Konzertprogramme unter Beweis.
Noa Wildschut spielt die Giuseppe-Guarneri-Geige „del Gesù“ „Ex Lady Stretton“ (Cremona, ca. 1730), die ihr freundlicherweise von einem Mitglied der Stretton Society zur Verfügung gestellt wurde. Noas Bogen ist ein Léonard Tourte, um 1800, der freundlicherweise von der Stretton Society zur Verfügung gestellt wurde.
Gemeinsam gestalten das Berlage Saxophone Quartet und Noa Wildschut einen Konzertabend von besonderer Strahlkraft: ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Wärme und Virtuosität, von klanglicher Raffinesse und leidenschaftlichem Ausdruck.
Programm: Mensch in der Masse
Der Mensch in der Masse ist ein mitreißendes Programm, in dem das Berlage Saxophone Quartet und die Geigerin Noa Wildschut gemeinsam den Kampf und zugleich die Harmonie des Menschseins zum Klingen bringen. Zwei uralte Sehnsüchte stehen im Mittelpunkt: der Drang nach persönlicher Entfaltung und das Verlangen, in der Gruppe aufzugehen. Diese Spannung wird in vielfältigen musikalischen Gestalten hörbar, mit Arrangements von Max Knigge und Peter Vigh. In Tzigane und dem Blues von Maurice Ravel sowie in Le Bœuf sur le toît von Darius Milhaud verschmelzen Solistin und Quartett zu einem kraftvollen Symbol der Verbundenheit, dann wiederum stehen sie sich frontal gegenüber, wie in Fratres von Arvo Pärt. Intime Solostücke von Max Knigge für die vier verschiedenen Saxophone zeigen das Individuum, das sich von der Masse lossingt, während Werke von Hildegard von Bingen und Béla Bartóks Duos gerade den Dialog suchen: Momente von Harmonie, Zusammenstoß und Versöhnung.
Darius Milhaud (1892-1974)
Le bœuf sur le toît, Teil 1
Max Knigge (*1984)
Solo for soprano
Hildegard van Bingen (1098-1179)
Duos & Trios
Max Knigge (*1984)
Solo for alto
Arvo Pärt (*1935) arr.: Peter Vigh
Fratres
Max Knigge (*1984)
Solo for tenor
Béla Bartók (1891-1945)
Selection from Duos
Max Knigge (*1984)
Solo for baritone
Maurice Ravel (1875-1937) arr.: Max Knigge
Tzigane
Darius Milhaud (1892-1974)
Le bœuf sur le toît, Teil 2
Maurice Ravel (1875-1937) arr.: Max Knigge
Blues
